(9.5.2011) To make sense: Die wörtliche deutsche Verwendung dieser englischen Redewendung als Sinn machen hat längst Einzug in die Umgangssprache gehalten.

Experten wie der Germanist Peter von Matt schlagen es ist sinnvoll oder es ist vernünftig als Formulierungen vor, weil sie dem deutschen Sprachgebrauch entsprechen. Die aber behaupten sich nicht, weil sie gehobener und trockener klingen als Sinn machen.

Zum Glück hatte der Synchron-Regisseur des Thrillers „Firewall“ einen guten Einfall. In einer Szene, in der Hauptdarsteller Harrison Ford erpresst wird, zeigen die Lippenbewegungen im Original, wie der Entführer fragt, ob seine Forderungen Sinn machen. Der deutsche Zuschauer hört: „Leuchtet das ein?“

Genial – das ist die Lösung. Bei annähernder Übereinstimmung in der Länge entsteht eine sinngemäße Übersetzung, die deutschem Sprachgebrauch entspricht und – anders als v. Matts Vorschläge – ähnlich umgangssprachlich ist.

P.S. Theodor Ickler nennt „Sinn machen“ einen Lehn-Phraseologismus.  Hübsch!

2 Responses to Sinn machen leuchtet nicht ein
  1. […] ein anderes Synchronisationsproblem, hier ein Eintrag zum gehäuften Vorkommen des Menschen in den Medien. Dieser Beitrag wurde […]

  2. […] das auf deutsch so sagen? Mittlerweile vielleicht schon, weil einen guten Job machen, ähnlich wie Sinn machen, schon so häufig benutzt wurde, dass es fast als eingedeutscht gelten muss. Aber eine originäre […]


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