Tipps

Bildschirmfoto des Beitrag auf n-tiv über treffende Wörter

Ein „maroder Baum“ bei n-tv lässt mich stutzen. Über treffende Wörter, journalistischen Wortschatz und die Frage, warum verständlich noch lange nicht präzise bedeutet.  In einem kleinen Artikel über einen Nachbarschaftsstreit am Tegernsee lese ich bei n-tv von einem Baum, der „marode“ sei. Ich stutze. Wirklich? Können Bäume marode sein? Natürlich versteht jeder, was gemeint ist. […]

Bildschirmfoto des X-Posts der Berliner Polizei zum mutmaßlichen Verdächtigen

Nach dem Anschlag in Berlin meldete die Polizei einen „mutmaßlichen Tatverdächtigen“. Juristisch ist die Vorsicht nachvollziehbar. Sprachlich ist sie vor allem eines: doppelt gemoppelt.  Die traurigen Ereignisse in Berlin liefern leider auch ein Beispiel für eine sprachliche Entwicklung, die sich seit Jahren ausbreitet. Die Berliner Polizei schrieb auf X: „Ein mutmaßlicher Tatverdächtiger konnte identifiziert werden.“ […]

Bildschirmfoto der Schlagzeile mit wörtlicher Übersetzung

Wie man mit einer wörtlichen Übersetzung daneben liegt: „no way“ mit „kein Weg“ zu übersetzen ist sprachlich schief und journalistisch schwach. Wer Verständlichkeit will, braucht Sinn statt Silbenzählen. Ich habe ja schon mehrfach angemerkt, dass alle so tun, als wäre ihr Englisch „verhandlungssicher“. Ebenso oft habe ich Beispiele gesehen, die dieses Selbstbewusstsein als eitles Geschwätz […]

Abbildung des Titelbild des Thüga Jahresberichts 2024

Ein Jahresbericht kann vieles sein – Pflichtübung oder Prestigeprojekt. Damit aus Zahlen und Themen ein stimmiges Ganzes wird, braucht es ein klares Konzept. Am Beispiel des Jahresberichts-Konzepts der Thüga zeigt sich, wie Dramaturgie und Struktur zum roten Faden werden. Die Herausforderung: Struktur für ein komplexes Jahr Wie verdichtet man zwölf Monate voller Projekte, Entwicklungen, Diskussionen […]

Bildschirmfoto eine Beitrages auf ntv mit der Überschrift „Harter Tobak“

Die deutsche Sprache steckt voller Redewendungen, die sich über Jahrhunderte entwickelt haben. Doch nicht jede wird korrekt gebraucht. Ein Klassiker: Statt „starker Tobak“ liest man nicht selten „harter Tobak“. Warum das falsch ist und wie es dazu kommt, erklärt dieser Beitrag. Was ist eigentlich „starker Tobak“? Die Redensart „starker Tobak“ beschreibt eine grobe Unverschämtheit, eine […]

Bildschirmfoto von ntv mit Fragen in Überschriften

Fragen in Überschriften sind oft das bessere Mittel, um Unsicherheit ausdrücken. Hier finden Sie Beispiele, wie Sie mit Fragen rhetorisch überzeugender formulieren können. Das Problem mit „soll“ Hin und wieder fallen mir auf Nachrichtenportalen wie ntv.de Überschriften mit dem Hilfsverb „sollen“ auf. Ich habe mal drei Beispiele gesammelt: „Til Schweiger soll erneut in Klinik sein“ […]

Manche Wörter rufen Verunsicherung hervor, wenn es um das Gendern geht. Dazu gehört das Wort Mitglied, da sein Plural auf -er endet, was als Indikator missverstanden wird. Ein Fallbeispiel. Obwohl Gendern in Umfragen nach wie vor hohe Ablehnungsraten in der Bevölkerung hat, ist der Wunsch nach korrektem Ausdruck in Unternehmen und Organisationen weiterhin hoch. Vergangenes […]

Bildschirmfoto der Schlagzeile

Gibt es heiße Temperaturen? Die Wahl des richtigen Wortes ist eine zentrale Aufgabe beim Texten, geht aber oft schief. Ein Fallbeispiel samt hitziger Diskussion. Wieder mal ist Sommer. Ich verstehe, dass man an heißen Tagen wie diesen nicht so konzentriert wie sonst ist. Ich verstehe auch, dass man nicht immer auf den Punkt formuliert, wenn […]

Abbildung der Ausstellungsanzeige

Verständlichkeit und Klarheit sind zwingende Gebote für gelungene Texte. Wer das Adjektiv immersiv verwendet, geht damit ein Risiko ein. Welche Alternative gäbe es? Kürzlich ging es um die Planung der weihnachtlichen Aktivitäten. Im Kulturblatt In München, das nach der Pandamie dankenswerterweise noch oder wieder erscheint, stieß ich in der Rubrik Kunst der Dezemberausgabe auf eine […]