„Der sportliche Höhepunkt des Chaos ist erreicht“, schrieb Günter Netzer in der „Bild am Sonntag“ nach dem 0:6 des HSV bei Bayern München. Mal abgesehen davon, dass der Satz schief ist: Was er inhaltlich ausdrücken sollte, hört man heute öfter. Und das macht es nicht richtiger. Denn ein Höhepunkt ist ein Höhepunkt, also etwas Positives. Kann das bei einem Chaos der Fall sein? Wohl kaum. Ganz unzweifelhaft meinte er das genaue Gegenteil: den Tiefpunkt. Ein Wort, das leider vom Aussterben bedroht ist, weil nicht nur Netzer den Tiefpunkt mit dem Höhepunkt verwechselt. Tipp: Immer über den Sinn seiner Worte nachdenken, bevor man sie zum Druck freigibt.

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