Tag Archives: Unwort des Jahres

Ankerzentren für Flüchtlinge sind in aller Munde. Doch woher kommt die Bezeichnung eigentlich – und wofür steht sie? (2.6.2018, aktualisiert 15.1.2019) Heute mal wieder was aus der Abteilung praktisches Wissen mit Nutzen für den Alltag. Wenn Sie in den letzten Tagen Nachrichten gesehen, gehört oder gelesen haben, kamen Sie kaum um den Begriff Ankerzentren herum […]

Alternative Fakten und Jamaika-Aus wurden zum Unwort bzw. Wort des Jahres gewählt – wie in den Vorjahren zweifelhafte Entscheidungen. Warum, erkläre ich hier. Ich bin bekannt als friedfertiger Mitbürger. Keine Walther PPK in der Schublade, kein Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis, nicht mal Punkte in Flensburg. Aber nach zwei weiteren trostlosen Wahlen muss ich mich zu Wort […]

Wortspiele, wohin das Auge blickt: Im Tagesprogramm eines Touristenhotels muss Mozart herhalten, aber Spiegel Online macht es zum Start des Dschungelcamps besser. Ach ja: Sozialtourismus wurde Unwort des Jahres. Willkommen im Land des Lächelns. Zum Jahreswechsel war die Familie nahe der österreichischen Grenze touristisch engagiert. Ich wurde während des Aufenthaltes im Hotel daran erinnert, dass Humor […]

Die letzten Jugend-, Un- und Wörter des Jahres litten an einem Mangel an Verbreitung – und damit Relevanz. Bringt der Anglizismus des Jahres eine Trendwende? Am Jahresende ist wieder Wahlzeit, und mir fehlen die Worte über all die Wörter. Es wird immer rätselhafter. Babo (bedeutet soviel wie Chef oder Anführer) wurde kürzlich Jugendwort 2013. Nahtlos reiht […]

„Opfer-Abo“ ist das Unwort des Jahres 2012. Zum zweiten Mal setzt sich ein ungebräuchlicher Begriff durch, nach „Rettungsroutine“, dem Wort des Jahres. Relevanz, Autorität und Einfluss der Wahlen bleiben zurück. Ein letztes Mal ist Jörg Kachelmann schuld. Er sprach in Interviews (u.a. Spiegel vom 8.10.2012) vom „Opfer-Abo“ der Frauen. Damit meinte er, dass Frauen bei Vergewaltigungsfällen stets in der […]

So, hier ist der erste Kandidat für das Unwort des Jahres. Der geneigte Leser verfolgt sicher die politische Debatte: Die Union möchte ein Betreuungsgeld für Familien einführen, deren Kinder keinen Kindergarten besuchen, und Kritiker befürchten Fehlanreize. Erstens, weil das Betreuungsgeld als eine Art Gehalt für mütterliche Erziehungsleistungen verstanden werden könnte, die dadurch davon abgehalten werden, […]

Döner-Morde, Gutmensch und marktkonforme Demokratie wurden die Unwörter des Jahres 2011. 2.420 Einsendungen mit 923 Vorschlägen bedeuten einen Rekord. Die kurze Chronik der Ereignisse, Umstände und Begründungen. Neonazis verübten zehn Morde, die Polizei und Medien als Döner-Morde bezeichneten, obwohl nur zwei der zehn Toten tatsächlich Döner verkauften; die anderen acht waren griechische oder türkische Kleinunternehmer. Gestern wählte […]

(18.11.2011, Nachtrag, 12.02.2012) Sie sind ein Staat und können Ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen? Kein Problem, Sie bekommen einen Haircut. So wie die Griechen: Denen schneiden wir mal eben die dunklen Löckchen ab und verpassen Ihnen einen ordentlichen Haarschnitt. So klang das vor ein paar Wochen, als der sechzigprozentige Schuldenschnitt für Griechenland angekündigt wurde. Und über […]

(6.11.2011) Endspurt für die Nominierungen für das Wort des Jahres: Der Whistleblower hat dieses Jahr Karriere gemacht, ein Wort, das schwer zu übersetzen ist und deswegen im Original seinen Weg ins Deutsche gemacht hat. Der Whistleblower ist eine verdienstvolle Person, jemand, der ohne persönlichen Vorteil Missstände aufdeckt und sich dabei unter Umständen in Gefahr begibt. Doch wie […]

Rechtzeitig vorm Jahresende und seinen Trendwortwahlen möchte ich auf einen Kandidaten hinweisen, der bis vor einiger Zeit dem Kunstbetrieb vorbehalten war und sich in diesem Jahr stark ausgebreitet hat: kuratieren. (21.10.2011) Der Kurator ist laut Duden der (wissenschaftliche) Leiter einer Ausstellung oder eines Museums. Aber der Zeitgeist hat diese dröge Jobbeschreibung aufgeweicht. Inzwischen ist der […]

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