Tag Archives: Spiegel-Online

Im Zusammenhang mit der Präsidentenwahl in den USA taucht ein neues Wort auf: Die Wahlleute ersetzen die Wahlmänner. (7.11.2016, Nachtrag 10.11.16) Amerika wählt einen neuen Präsidenten. Spiegel Online macht sich darum verdient, seinen Lesern in einem Beitrag zur Präsidentschaftswahl das hierzulande unübliche Wahlmännersystem zu erklären. Stopp: Wahlleute, wie Spiegel Online schreibt, womit wir einen weiteren Schritt in […]

Bei Übersetzungen aus dem Englischen hält sich zuverlässig die Methode des ähnlich klingenden Wortes. Diesmal: degrading – degradierend. (6.10.2016) Auf Spiegel Online gab es die Woche einen Test aus der Abteilung „Hätten Sie’s gewusst?“. Es war der Eingangstest für Volontäre, angehende Journalisten also, an der „Henri-Nannen-Schule“, dem Ausbildungsinstitut des Verlages Gruner + Jahr, und der […]

Zwei Schlagzeilen erregten an diesem Wochenende meine Aufmerksamkeit: Eine außerordentlich gelungene und eine misslungene. (3.10.2016) Man kann von der taz halten, was man will, aber ihre Titelgestaltung ist nicht selten kreativ und köstlich. Dazu gehören geniale Kombinationen aus Text und Bild, konkret Schlagzeile und Aufmacher. An diesem Wochenende gab es dafür ein weiteres schönes Beispiel (s. Bild). […]

Warum das englische Wort act erst in zweiter Linie ein Akt, aber in erster eine Tat ist. Alle sprechen so toll englisch, aber wenn Journalisten aus dem Englischen übersetzen sollen, ist das Resultat immer wieder kläglich, selbst Einfaches misslingt. Beispiel Spiegel Online. Da wurde gestern über eine Bombenexplosion in Manhattan berichtet – s. Bildschirmfoto. Vorzeile: „Vorsätzlicher Akt“. […]

In einem Panorama-Beitrag auf Spiegel Online entsteht doppelter Schaden: Erst werden Adjektive lausig übersetzt. Dann stellt sich heraus, dass die Aussage des Originalartikels verdreht wird. Kein Ruhmesblatt für ein Medium mit höchsten Ansprüchen – und leicht zu vermeiden. (6.3.2016, Nachtrag 7.3.2016) Spiegel Online bringt einen Artikel über Ben Affleck und Jennifer Garner, der vom  Geburtstag […]

Wo bei Überschriften Fehler drohen – wie sie sich vermeiden lassen und man eine Nachricht besser verkauft.   Heute was Kleines, aber doch Wichtiges. Es betrifft die Überschrift eines Artikels auf Spiegel Online und zeigt, wie beim Zeilenmachen, wo es auf maximale Präzision ankommt, geschlurft wird. Das ist bei dem hohen Zeitdruck online verständlich, aber bei einem […]

Grandios scheitern gehört zu den ausgelatschtesten Phrasen in Feuilleton und Vermischtem. Warum es besser ist, nicht so zu übertreiben. (2.11.2013) Wenn jemand gerade etwas verbockt hat und Sie das öffentlich kommentieren müssen (oder sollen oder dürfen), können Sie auf keinen Fall nachrichtlich bleiben und davon schreiben, dass er (oder sie) einen Fehler gemacht hat. Nein, […]

Das Adjektiv komplett ist medial auf dem Vormarsch. Wo man es findet, was es bedeutet und welche Alternativen es gibt. Wortgebrauch unterliegt Moden, Wörter liegen im Trend – oder eben auch nicht. Neben dem Adjektiv massiv (wie in massive Kritik, massiver Stellenabbau, massive Gefahren) ist das Adjektiv komplett massiv auf dem Vormarsch. Es verdrängt oder […]

(17.1.2012, Nachtrag 30.1.2012) Die Autorin Sybille Berg schrieb unlängst auf Spiegel Online unter der Überschrift „Schleudertrauma des Geistes“ über das große Thema dieser Tage, Burn-out, darunter diesen Satz: Der Burnout meint etwas wie: Ich arbeite zu viel, ich bin traurig weil ich die Sinnlosigkeit meiner Tätigkeit und meines Lebens begriffen habe. Ich möchte nicht den Inhalt […]

Häufig findet sich im Feuilleton das Adjektiv ikonisch. Jedesmal frage ich mich, was es mir sagen will. Beispiele und der Versuch, verständlicher zu formulieren. (4.1.2012, Aktualisierungen 6.1.2018, 20.5.2018) Heute vor einem Jahr, am 4.1.2011, starb der englische Gitarrist und Sänger Gerry Rafferty („Baker Street“). Ich möchte seinen Todestag zum Anlass nehmen, eine Frage zu erörtern, […]