Tag Archives: Medien

Die Medien schalten einen Gang hoch: Aus dem Klimawandel wird die Klimakrise. Dabei wird vornehm die  Interessenlage von Medien und Öffentlichkeit verschwiegen. (7.7.2019, aktualisiert am 10.7.2019) Das wurde aber auch Zeit: Endlich taucht einer der häufigsten Begriff der Nachrichten der letzten in diesem Blog auf. (Schauen Sie mal hier: der Anstieg beim DWDS). Jedoch nicht, […]

Zeitgenössische Textpraxis und fragwürdige ethische Regeln stehen im Konflikt zu publizistischen Aufgaben. (15.9.2018) Neulich sah ich einen Film, der mich nachdenklich gestimmt hat. Welchen, ist egal. Nur eine Szene ist wichtig: Darin sitzt der Hauptdarsteller in einer öffentlichen Bibliothek vor dem Mikrofichegerät und recherchiert in alten Zeitungsjahrgängen eine Mordserie. Vielleicht sollte ich das Erscheinungsjahr erwähnen: […]

In der Echokammer von Politik und Medien: Was will man mir mit dem Adjektiv wirkmächtig sagen? Diese Woche gab der Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner dem Mediendienst Meedia ein großes Interview. Darin ging es auch um die Entfremdung von Politik und Medien vom Bürger. Unter anderem sagte Döpfner: Der Politikstil muss überdacht werden. Das hat zu tun […]

Willkommen Nafri als erstes neues Wort 2017. Was es bedeutet, warum es so einen Wirbel machte, und wie man es textlich betrachten kann. (6.1.2017) Das neue Jahr war kaum ein paar Stunden alt, da konnten wir schon ein neues Wort begrüßen: Nafri. Was ist das? Ein nordafrikanischer Intensivtäter. Benutzt und damit in die Welt gebracht hat es die […]

Die sprachliche Simplifizierung in den Medien schreitet fort. Aufgenommen im Kanon des Erlaubten und Gängigen: Rassismus und Sexismus. (27.9.2016) Dies ist ein gemischter Beitrag: Die Fortführung eines bestehenden bei Erweiterung seiner Aussage. Ende Juni schrieb ich darüber, dass sich im öffentlichen Sprachraum  die Begriffe Hass und Hetze ballen (Link s.u.); dies betrifft vor allem den Sprachgebrauch in Medien. Aktuelles […]

(28.3.2012) So massiv derzeit Schoko-Osterhasen-Armeen die Supermarktregale besetzen, so massiv hat sich das Adjektiv in Nachrichtenformaten eingenistet. Vorgestern, in der Ausgabe vom 26.3., begegnete es mir in der Süddeutschen Zeitung gleich dreimal, in Form massiver Veränderungen, massiver Verluste und massiver Kürzungen. Und ich lese bei weitem nicht alle Artikel. Abgesehen vom Modefaktor ist es wohl der bedrohliche Unterton, der zu […]

Wer die Medien verfolgt, stellt fest: Klare Aussagen werden seltener. Relativierungen wie „ein bisschen“ und „ein wenig“ klingen lässig, sind aber in Wirklichkeit nachlässig, denn sie differenzieren zum Schein. Manchmal sind sie auch nur komisch. (29.2.2012) Meistens findet man sie da, wo es ungefähr wird – also fast überall: Im Feuilleton, in Kolumnen, im Wochenendteil. […]

 Weniger gut ist das neue schlechter: Medien verzichten zunehmend auf viele treffende, aber verneinende Adjektive. Stattdessen werden – vermeintlich präziser – die positiven Gegenteile mit weniger kombiniert. (4.2.2011, Nachtrag 27.7.2011) Sie erinnern sich an George Orwells Neusprech, den er für 1984 vorausgesehen hatte? Das Gegenteil von gut heißt dort ungut – und nicht etwa schlecht. In […]

(10.1.2011) Auf der Seite 3, der großen Reportage, der Süddeutschen Zeitung sind am 23.12.2010 die Probleme der Bahn in einem strengen Winter Thema. Schnell findet sich einer dieser typischen Sätze: „Die Verspätungen der Bahn bedeuten für viele Menschen eine Kränkung.“ Fröhlich macht sich Luft im Satz breit. Für wen auch sonst? Für Hamster, Katzen oder Hunde? Wie wär’s mit […]