Tag Archives: Adjektiv

Wenn Sie Adjektive wie schwarz im Zusammenhang mit Schwarzen groß schreiben sollen – und herausfinden, warum. Ernüchternde Bilanz eines Lektorats. In der Hauptsache mache ich heute Projektmanagement, d.h. ich sorge dafür, dass Kommunikationsvorhaben pünktlich und fehlerfrei bereit stehen. Dabei kommt die eigentliche Textarbeit etwas zu kurz. Daher nehme ich gelegentlich einen Auftrag für ein Lektorat […]

Bei der Wortwahl sollte der Texter immer an die Angemessenheit denken. Und nicht aufdringlich werden. Das Beispiel supergeil. Jetzt reden sie alle über den Muttertagsspot, den man witzig oder beleidigend finden kann. Für beides finde ich Argumente. Das Votum der YouTube-User ist eindeutig: Fast 50.000 gesenkte Daumen gegen 10.000 Daumen hoch machen nach Adam Riese […]

Der Trend zum Ungefähren in Politik und Medien lässt das Adjektiv gut erblühen. Drei Beispiele zeigen die Problematik, das Potential und die Risiken. Dass Politiker ungern konkret werden, haben wir in langen Jahren gelernt. Solange sie unverbindlich und vage bleiben, verschrecken sie niemanden. Wer Stimmen fangen muss, ist wohl auf diese Rhetorik angewiesen. Das Ungefähre […]

Begrüßen Sie mit mir einen neuen Anglizismus – instagrammable. Fundstellen und Erläuterungen. (1.3.2019, aktualisiert 6.7.2020) . . . dieser Eintrag vielleicht schon. Denn schaun Sie mal, er ist mit einem schnieken Foto meines Arbeitsplatzes ausgestattet. (Womit ich einen geradezu intimen Einblick in mein Schaffensumfeld gewähre.) Und Bilder qualifizieren für das populäre soziale Medium Instagram,  inzwischen […]

Wie steigert man das Adjektiv hochrangig? Hochrangiger, hochrangigst oder höherrangig, höchstrangig? Über Sinn und die Kraft der Gewohnheit. Dass Lesen bildet, ist eine Binse, wiewohl wahr. Aber besser noch: Lesen regt zum Nachdenken an. Mitten im Satz kann es geschehen, dass ich über etwas stolpere, einen Gedanken, eine Äußerung, eine Formulierung, die mir seltsam vorkommt, […]

Warum ich die Adjektive unsäglich und wunderbar nicht mehr hören kann – geschweige denn schreiben möchte. Und Sie hoffentlich auch nicht! (12.5.2017) Selbst klassische Ressorts wie das Feuilleton und erst recht die Sozialen Medien unterliegen Trends und Moden. Dies in unguter Kombination mit dem Trend zum schrumpfenden Wortschatz, und schon sieht sich der Leser/User bei der Lektüre/Browsen einer […]

Welche Tipps zweier berühmter Schreiber aus dem angelsächsischen Raum deutsche Texter beherzigen sollten. (30.7.2016) Ich bin ein großer Freund des Kuratierens geworden. Denn warum immer selbst schreiben, wenn andere sich darum bereits verdient gemacht haben? Andererseits scheint es mir verdienstvoll, auf Fundstellen im Internet hinzuweisen, denn das Netz ist groß. Insofern diese Woche zwei Hinweise auf nützliche […]

In einem Panorama-Beitrag auf Spiegel Online entsteht doppelter Schaden: Erst werden Adjektive lausig übersetzt. Dann stellt sich heraus, dass die Aussage des Originalartikels verdreht wird. Kein Ruhmesblatt für ein Medium mit höchsten Ansprüchen – und leicht zu vermeiden. (6.3.2016, Nachtrag 7.3.2016) Spiegel Online bringt einen Artikel über Ben Affleck und Jennifer Garner, der vom  Geburtstag […]

Ich bin alleinerziehend, ich bin arbeitssuchend –  wie man dem Trend zu  schwächelnden Adverbien und Partizipien mit starken Verben begegnet und zu einem prägnanteren Stil kommt. (13.6.2015) Heute mal wieder was Stilistisches. Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, dass ich starke Verben verfechte. Also ein Verfechter derselben bin, wie man üblicherweise sagen würde, dieses aber lieber verbalisiere, […]