All posts by: Kai Bargmann

Kai Bargmann
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Wenn Journalisten Prominente zum Interview treffen, wird neuerdings im Anleser eine Begegnung daraus. Wie wär’s mit einer nicht ganz so phrasal-formalen Anmoderation? Mein erstes Deutschbuch am Gymnasium hieß „Begegnungen“; es war eine Serie mit vielen, natürlich zeit- und gesellschaftskritischen Texten. Ich verstand schon damals nicht, was der Titel bedeuten sollte, dachte aber auch nicht groß darüber nach. Heute […]

Ein Fox-Award in Gold für telekom_life und ein silberner für Destinations by Samsonite – zum Jahresende zieren zwei neue Preise die Wand im Büro. Neulich war die Freude groß – telekom_life, das Kundenmagazin der Telekom, hat bei den Fox Awards in Gold in der Kategorie  „Integrierte Konzepte“ gewonnen. Ich betreue das SmartMag für Journal International als […]

Holprige, hässliche Relativsätze repariert man am besten durch Verzicht. (27.9.2014) Gelegentlich wird bei uns daheim das Fachgespräch geführt, um die kleinen Hässlichkeiten in Manuskripten oder Artikeln zu beseitigen. So fragte mich die Gattin gestern, ob ich „etwas, was“ oder „etwas, das“ schreibe. Die Hauskorrektur ihres Verlages redigiere nämlich dudengemäß in alle Texte „etwas, was“, vorausgesetzt, es folge […]

Über die neue Ausgabe der telekom_life bin ich sehr glücklich: Die Themenmischung spiegelt den Auftraggeber und setzt die Reize des SmartMag-Formats toll in Szene. Wieder einmal ist es vollbracht – die neue Ausgabe der telekom_life ging diese Woche ans Netz. Erstmals haben wir mit Blick aufs Oktoberfest ein Wies’n-Special. Mir gefällt daran besonders die animierte […]

Man sieht ihn oft, doch keiner weiß es wirklich: Was bedeutet eigentlich der Werbeslogan Adidas is all in? (13.7.2014) Adidas is all in – dieser Slogan ist derzeit wieder oft im TV zu sehen. Wenn die WM-Spiele übertragen werden, sind die Banden damit gepflastert. Nicht wenige Fußballfans sind allerdings ahnungslos, was ihnen der Sportartikelhersteller aus […]

Wortschatzschrumpfung: In Medien finden wir zunehmend unbeholfene Nicht-Formulierungen. Beispiele und Verbesserungsvorschläge.   (11.7.2014) Aufmerksamen Lesern dieses Blogs wird nicht entgangen sein, dass ich ein Freund des treffenden Wortes bin. In den Medien wird dieses Bestreben u.a. durch die zunehmende Verwendung von Nicht-Formulierungen untergraben. Heute zum Beispiel schreibt die Süddeutsche Zeitung im Sportteil über das Auftakttraining […]

Wenn bei Fußballübertragungen von antizipieren die Rede ist, könnten die Reporter auch was anderes sagen – zumal sie doch gern so volksnah sind.                   (21.6.2014) Gestern im Spiel zwischen Italien und Costa Rica flog ein langer Ball in die italienische Hälfte. Guanluigi Buffon, der italienische Keeper, stürmte […]

 Wie inakzeptabel unannehmbar verdrängt hat – mutmaßlich durch den Einfluss des Englischen. (7.6.2014) Ich habe Kästners „Fliegendes Klassenzimmer“ viele Male gelesen. Wenn die Realschüler in Gestalt von Egerland etwas von den Gymnasiasten um Martin Thaler und Johnny Trotz forderten, waren die Bedingungen unannehmbar. Heute hört man dieses Wort nur noch selten. Stattdessen ist von inakzeptabel die Rede, […]

Zusammenstellung der wichtigsten Arbeiten 2014 bisher, mit kurzen Erläuterungen und einer kleinen Verbeugung vor Wolfgang Niedecken. (31.5.2014) An BAP (Sie erinnern sich?) gefiel mir mehr noch als die Musik die Ernsthaftigkeit, mit der Sänger und Texter Wolfgang Niedecken die Band als Projekt betrieb und ihren Außenauftritt steuerte; ich mochte die Cover, die er selbst gestaltete, und […]

Im Lokalteil einer Zeitung stiftet der Storytelling-Ansatz mehr Unheil als Nutzen. Beispiele, Erklärungen und Ursachen. Dass ich dem Storytelling in Tageszeitungen kritisch gegenüberstehe, weil man in den Headlines nicht mehr informiert wird, wissen regelmäßige Leser dieses Blogs. In dieser Auffassung bestärkt mich ein besonders abschreckendes Beispiel aus einer SZ-Ausgabe von Donnerstag dieser Woche (s. Screenshot). Hatschi! […]