All posts by: Kai Bargmann

About Kai Bargmann

. . . und für das Untersagen. Das Verbot täuscht Autorität vor, als Wort ist es steif und hart. Plädoyer für eine Alternative und Beispiele mit Synonymen. Der Deutsche hat gern Verbote. Dann ist alles geregelt, die Welt unter Kontrolle. In Verboten zeigen sich seine Vorliebe, anderen vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen […]

Nach 3502 Tagen ist es vollbracht – 500 Blogbeiträge sind zu feiern. Gscheidhaferln über Mediensprech – feiern Sie mit! Sprechen Sie bayerisch? Ich auch nicht. Selbst wenn ich es nach vielen Jahren können sollte, verkneife ich es mir. Für einen Zugereisten, wie man hier zu Umland-Hamburgern wie mir in München sagt, ziemt es sich nicht, […]

Die Corona-Krise hat nicht nur neue Wörter in die Medien gespült, sondern auch ein paar schöne Wortspiele hinterlassen. Man soll über Krisen keine Witze machen, weil (oder wenn) Leute gerade unter (oder an?) ihr leiden. Oder vielleicht doch? Schließlich schafft Humor Abstand zu Belastendem. Ich glaube, man kann es wagen: Ein paar Monate sind vergangen, […]

Immer wieder bürgern sich schiefe Bilder ein. Hier ein besonders schönes Beispiel: Wenn jemand ein Paket stricken möchte. Mit den Jahren haben sich die Beiträge im Blog sehr verändert. Sie sind ausführlicher geworden, behandeln ihr Thema nicht so spitzzüngig wie eine Kolumne, sind nicht mehr so spontan wie ein Tagebucheintrag, sondern systematisch wie eine Unterrichtslektion.  […]

Sie sprechen von einer Grippe-Epidemie? Und wundern sich allabendlich über die Pandemie in den Nachrichten? Ich mich auch. Hier die Erklärung. Ich wollte nicht zuviel über Corona machen, doch es hinterlässt eben auch mediale Spuren. Sicher ist es Ihnen auch schon aufgefallen. Die schnelle, flächendeckende Verbreitung einer Krankheit nennen Sie Epidemie, doch in den Medien […]

Wann ist ein Text gut? Diese Frage ist oft Anlass für endlose Korrekturen. Plädoyer für eine pragmatische Betrachtung auf ökonomischer Basis. Heute mal was Grundsätzliches, ein Frustthema für Texter, Agenturen und Unternehmen. Wo es keine sachlichen Argumente gibt, sondern nur Anhaltspunkte, und darüberhinaus der Geschmack entscheidet, betritt man das Kampfgebiet, in dem persönliche Interessen, Vorlieben […]

 Medien berichteten, Homeoffice sei Denglisch. Stimmt das? Was Sie stattdessen sagen können, lesen Sie hier. (26.4., aktualisiert am 27.4.) Ich hoffe, Sie haben sich, wie Millionen andere auch, dort gut eingerichtet, Ihre Internetverbindung ist stabil und schnell, Sie müssen nicht mit Ihrem Partner um den Rechner kämpfen und Ihre Kinder quengeln nicht, während Sie sich […]

Das Partizip Präsens setzt sich als Mittel des Genderns durch. Lesende, Forschende, Kandidierende etablieren sich auf breiter Front. Dem Texter mit Verständnis für Unterscheidung, dem Wunsch nach Genauigkeit und Sinn für Schönheit bleiben nur wenige Auswege. Tipps für Jahre der Not. Überall, auch in München, wo demnächst der Oberbürgermeister gewählt wird, werden Fakten geschaffen. In […]

Heißt es der oder das Virus? In der aktuellen Berichterstattung zum Coronavirus kommt beides vor. Zum Glück machen die meisten es richtig. Herzlich willkommen zu einer weiteren sprachlich-medialen Petitesse. Im Zuge des Corona-Virus kommt die Frage auf: Heißt es das oder der Virus? Da kann man schon mal durcheinanderkommen, vor allem, wenn die Fallzahlen und […]

Die Bildungsadjektive indigen und autochthon sind relativ neu im medialen Gebrauch und breiten sich aus. Doch was bedeuten sie? Beispiele und Gründe. Die Welt ist bunt, alle Menschen gleich. Wenn Sie also heutzutage über andere Länder schreiben oder lesen, gebieten es die politische Korrektheit und der daraus abgeleitete Respekt, dass Sie die einheimische Bevölkerung nicht […]