All posts by: Kai Bargmann

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Wenn Sie Adjektive wie schwarz im Zusammenhang mit Schwarzen groß schreiben sollen – und herausfinden, warum. Ernüchternde Bilanz eines Lektorats. In der Hauptsache mache ich heute Projektmanagement, d.h. ich sorge dafür, dass Kommunikationsvorhaben pünktlich und fehlerfrei bereit stehen. Dabei kommt die eigentliche Textarbeit etwas zu kurz. Daher nehme ich gelegentlich einen Auftrag für ein Lektorat […]

Die Literaturmesse Lit.Cologne wirbt mit einer treffenden Zeile, die mich an zwei Corona-Slogans erinnert. Noch ein (letzter?) Corona-Eintrag (mit Sprachbezug): Vergangene Woche war ich zu meinem ersten Impftermin unterwegs, als ich an einem Plakat für die seit gestern laufende Lit.Cologne vorbeikam. Weil es leicht regnete und ich mein Mobiltelefon tief in meinem Rucksack vergraben hatte, […]

Radfahrer werden zu Radfahrenden, Verkehrsteilnehmer zu Verkehrsteilnehmenden – die Polizei gendert, und der Leser spürt eine Veränderung. (9.5.2021) Was selbst regelmäßige Leser dieses Blogs vielleicht sogar im Jahr 2021 noch nicht wissen: Ich lese gern den Polizeibericht. Zum einen amüsiert er mich, weil er manchmal so herrlich unbeholfen formuliert ist und Geschichten aus dem echten […]

Eine gute Headline oder einen solchen Slogan liest man selten. Deswegen habe ich hier zwei Lieblinge gesammelt und kommentiert. Ich möchte den April nicht ohne Eintrag im Online-Tagebuch vorüberziehen lassen. Lange habe ich über ein Thema nachgedacht. Viele meiner Beiträge haben einen kritischen Aufhänger. Obwohl ich stets einen konstruktiven Umgang damit pflege und eine Lösung […]

Die Angst, Englisch würde Deutsch verdrängen, ist übertrieben. Die frühere Vorherrschaft des Französischen ging auch wieder. Standortbestimmung in zwei Akten. I: Napoleons Einfluss auf das Deutsche Mein Vater sortiert gerade die Sachen meiner verstorbenen Mutter aus, darunter ihre Bücher. So kam ich kürzlich in den Besitz ihres Exemplars der „Buddenbrooks“. Falls Sie den Roman nicht […]

Committen angemessen einzudeutschen ist gar nicht so einfach. Hier kommen ein paar Vorschläge, wenn Sie das englische Original umschreiben wollen. Sorry, Verzeihung, Entschuldigung, für die lange Pause seit dem letzten Eintrag, es ist gerade wieder sehr busy. Äh, nein, ich bin gerade wieder sehr beschäftigt. Diese beiden kleinen Anglo-Hakler im ersten Absatz führen auch schon […]

Feuern kann schießen, heizen oder werfen bedeuten. Als Metapher für eine Kündigung ist es Boulevardmedien vorbehalten. Ein aktuelles Beispiel. Heute eine Petitesse. Aber warum nicht? Ein aufrechter Zyniker könnte frotzeln, dieses Blog bestünde rundum aus Petitessen. Vielleicht ist aber auch ein guter Text die Summe von lauter Petitessen? Ich bin jedenfalls ein Fan von durchgehender […]

Ein Jahr Corona – Zeit und Gelegenheit für eine erste Zwischenbilanz: Was sind die beliebtesten Corona-Sprichwörter? Wenn am 14.2. der Lockdown endet, wird es ein Jahr her gewesen sein, dass ich den ersten Beitrag über Corona geschrieben habe. Damals noch über die harmlose, aber dennoch wichtige Frage, ob es der oder das Virus ist. Eigentlich […]

Wenn aus dem Rückgang der Wirtschaftsleistung ein Einbruch wird, lernen wir daraus etwas über die Notwendigkeit der Eskalation der Sprache in Medien. Ein Loblied auf die Verhältnismäßigkeit. N-tv berichtete diese Woche von den jüngsten deutschen Wirtschaftsdaten und titelte: Deutsche Wirtschaft bricht um fünf Prozent ein. Ich weiß noch, wie ich angesichts dieser gewaltigen Übertreibung die […]

Neues aus den Nachrichten: Seit gegen Corona geimpft wird, gibt es in Artikeln und Schlagzeilen Vakzin. Wie ein Wissenschaftswort sich in die Medien kämpft. Willkommen im Jahre 2021 a.d., für das weiterhin gilt: Corona und kein Ende, jedenfalls noch nicht. Und mit der Krankheit wandern auch neue Wörter in die Medien ein. Wobei: Die schreckliche […]