All posts by: Kai Bargmann

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Recht und Verwaltung unterscheiden Begriffe, die für die Allgemeinheit ähnlich klingen, identisch scheinen – und in Medien falsch verwendet werden. Z.B. Einspruch, Widerspruch und Berufung. Die Juristerei ist für Außenstehende ein undurchdringlicher Dschungel voller Giftpflanzen, Heimtücke und, Achtung, Fallstricke. Dennoch bleibt es nicht aus, dass gelegentlich auch Medien, die darin nicht zuhause sind, über Vorgänge […]

Lost wurde Jugendwort des Jahres 2020. Die gute Nachricht: Endlich wurde wieder ein Wort gewählt, das auch wirklich benutzt wird. Die Chronistenpflicht treibt mich ans Keyboard, allerdings verbunden mit einer gewissen Genugtuung. Nachdem ich das Jugendwort des Jahres in den letzten Jahren nur widerwillig und zögernd mit einem eigenen Beitrag bedacht habe, fühle ich mich […]

Duzen oder Siezen? Derzeit findet in der Kommunikation ein Umbruch statt. Die Entscheidung über die Anrede kann die Zielgruppe verärgern oder gewinnen. Die Tage erhielt ich Post vom Otto-Versand, bei dem ich gelegentlich bestelle. Lieber Kai, begann das Schreiben, wir haben uns sehr gefreut, dass wir Dich in diesem Jahr bei Otto begrüßen konnten . […]

Wenn es nach der Berliner Senatsverwaltung geht, sollen die Mitarbeiter dort nicht mehr schwarz fahren sagen. Wie sinnvoll und praktikabel sind solche Empfehlungen? Black is beautiful – das war vor vielen Jahren der Slogan der Jungen Union. Vielleicht erinnern Sie sich. Heute kann man das nicht mehr sagen. Das Wort schwarz ist im Begriff, anrüchig […]

Wie ein unbedeutend wirkendes Wort wie derzeit eine Aussage, einen Text, ja eine Person in ihrer Wirkung verändert. Heute mal wieder ein kleines Thema. Eine Nische in meiner Nische sozusagen. Darüber, wie ein kleiner Kunstgriff große Wirkung haben kann. Wie ein einziges Wort eine Aussage erhöht. Die Realität verklärt. Eine ganz andere Wahrnehmung einer Tatsache […]

„Rad mal“ ist der neue Slogan zur Einführung des Bike-In, des Services für Gäste auf dem Fahrrad. Exklusiv das erste Bild aus München. Ich liebe McDonalds. Wenn der Satz nicht mit ihrem Slogan „Ich liebe es“ so verwandt wäre, könnte ich ihn ganz unbefangen aufschreiben. Inhaltlich stimmt es aber. Nicht so sehr wegen des guten […]

Nicht dass jemand denkt, hier passiert nichts. In den letzten Wochen habe ich ein paar ältere Beitrage aktualisiert, neue Beiträge sind fertig oder im Werden, im Hintergrund läuft ein Relaunch der Webseite, der zum 1. September live gehen soll. Der jetzige Auftritt ist in die Jahre gekommen, vor allem die Startseite wirkt unaufgeräumt und kleinteilig, […]

. . . und für das Untersagen. Das Verbot täuscht Autorität vor, als Wort ist es steif und hart. Plädoyer für eine Alternative und Beispiele mit Synonymen. Der Deutsche hat gern Verbote. Dann ist alles geregelt, die Welt unter Kontrolle. In Verboten zeigen sich seine Vorliebe, anderen vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen […]

Nach 3502 Tagen ist es vollbracht – 500 Blogbeiträge sind zu feiern. Gscheidhaferln über Mediensprech – feiern Sie mit! Sprechen Sie bayerisch? Ich auch nicht. Selbst wenn ich es nach vielen Jahren können sollte, verkneife ich es mir. Für einen Zugereisten, wie man hier zu Umland-Hamburgern wie mir in München sagt, ziemt es sich nicht, […]

Die Corona-Krise hat nicht nur neue Wörter in die Medien gespült, sondern auch ein paar schöne Wortspiele hinterlassen. (20.6.20, aktualisiert am 28.8.20) Man soll über Krisen keine Witze machen, weil (oder wenn) Leute gerade unter (oder an?) ihr leiden. Oder vielleicht doch? Schließlich schafft Humor Abstand zu Belastendem. Ich glaube, man kann es wagen: Ein […]