Ein Jahr Corona – Zeit und Gelegenheit für eine erste Zwischenbilanz: Was sind die beliebtesten Corona-Sprichwörter?

Abbildung des Erstplatzierten der Corona-Sprichwörter

Corona-Sprichwörter: Eins der sperrigen gewinnt.

Wenn am 14.2. der Lockdown endet, wird es ein Jahr her gewesen sein, dass ich den ersten Beitrag über Corona geschrieben habe. Damals noch über die harmlose, aber dennoch wichtige Frage, ob es der oder das Virus ist.

Eigentlich wollte ich möglichst wenig über die Pandemie machen. Doch das Thema hat uns weiter fest im Würgegriff, und erst heute wurden wir darauf eingestimmt, dass der Lockdown auch dann verlängert wird, wenn die Inzidenz unter 50 fällt.

Da ich kürzlich auf Twitter den Hashtag #Pandemiesprichwörter fand, habe ich mich angesichts dieser düsteren Aussichten entschlossen, die Inspiration aufzugreifen und die Sprichwörter mit den meisten Likes in einem Beitrag zusammenzufassen. Denn ein bisschen Humor hat in angespannten Situationen wie dieser noch nie geschadet.

Und so wie Corona in den Medien das beherrschende Dauerthema geworden ist, hinterlässt die Anwesenheit des Virus langsam aber sicher auch Spuren im medialen Sprachgebrauch, den ich hier ja bekanntlich verfolge. Wenn Sie zum Beispiel an Begriffe wie Vakzin oder Mutante denken, so haben sie die vor einem Jahr vermutlich noch nicht in Medien gesehen – inzwischen aber schon. So war es fast schon überfällig, dass jemand einen kleinen Wettbewerb ausruft – zumal viele im Home-Office Zeit haben, sich in sozialen Medien umzutun.

Die Top-Twenty der Corona-Sprichwörter

  1. Was Du heut’ kannst vakzinieren, musst Du morgen nicht intubieren. (6.740 Likes)
  2. Wenn zwei sich impfen, freut sich der Dritte. (5.169)
  3. Besser die Nadel im Arm als den Zettel am Zeh. (1.222)
  4. Zu viele Ministerpräsidenten verderben den Lockdown. (1.099)
  5. Kannst du beim Gegenüber die Nase sehen, solltest du nach Hause gehen. (770)
  6. Eine Impfung macht noch keinen Sommer. (769)
  7. Man muss auch mal die Kirche im Dorf geschlossen lassen. (721)
  8. Schwurblermund tut Unsinn kund. (650)
  9. Lieber ein Ende mit Lockdown, als ein ‘Lockdown’ ohne Ende. (640)
  10. Rom wurde auch nicht an einem Tag geimpft. (621)
  11. Man soll den Lockdown nicht vor dem Pandemieende loben. (567)
  12. Die größten Kritiker der Virologen sind und bleiben Demagogen. (525)
  13. Hochmut kommt vor der Infektion. (490)
  14. Wer impft so spät bei Nacht und Wind. Es ist der Doktor, er rettet dein Kind. (468)
  15. Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn der Neo-Stasi-Nachbar petzen geht. (450)
  16. Stell dir vor es ist Corona und keiner geht raus. (441)
  17. Man sollte den Lockdown nicht vor der Umsetzung der einzelnen Bundesländer loben. (407)
  18. Wer zweimal niest, dem traut man nicht. (393)
  19. Sitz die Maske unter der Nase, verteilen sich die Covidgase. (347)
  20. Wer den Abstand nicht ehrt, ist die Maske nicht wert. (323)

Sie sehen,

  1. die ersten beiden Tweets liegen mit weitem Abstand vorne.
  2. nicht immer stimmt das Versmaß.
  3. Angst und Vorsicht, Skepsis und Unsicherheit bestimmen die Liste.

Der erste, noch unschuldige Beitrag über Corona-bezogene Wörter hier im Blog war dieser hier.

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