Weihnachten naht, Zeit für einen Rückblick auf 2019. Werfen Sie mit mir einen Blick auf die geschäftlichen Highlights und Tiefpunkte des Jahres.

Rückblick 2019: Draußen leuchtet ein aufblasbares Reh.

Weihnachten 2019 (in München): Was glüht so schön in dunkler Nacht?

Ist das Bild nicht köstlich? Steht gleich nebenan. Willkommen in München! Nachdem ich im vergangenen Jahr einen aufblasbaren Weihnachtsmann im Bild festhalten konnte, hat ein Nachbar im Vorgarten ein luftgefülltes Reh aufgestellt, vermutlich zum Ergötzen seines kleinen Kindes. Vater, Mutter und Spross sind im Frühjahr in den neuerrichteten Bau eingezogen, es ist ihr erstes Weihnachten in neuer Umgebung. Verzeihen Sie den dunklen Hintergrund, doch leuchtend in der Nacht wirkte das Plastiktier feierlicher als im Tageslicht. Und wie Sie aus dieser Inszenierung lernen können: Die Welt ist eine Bühne! Das gilt noch viel mehr für die aufregende Welt des Content Marketing. Hereinspaziert in die Geschehnisse des Jahres 2019.

2019: Die Lage im Rückblick

Ich stelle fest, dass Technik im Content Marketing immer noch ein Thema ist, das eine fruchtbare Nische bietet. Vergleichsweise wenige Journalisten interessieren sich dafür (zu kompliziert, zu sachlich, langweilig, trocken – Sie kennen die gängigen Vorurteile). Stattdessen lieber Kultur, Reisen, Sport. Tja! Dabei sind Industrieunternehmen so dankbare Gesprächspartner. Einziger Malus: Die Abstimmungsrunden sind mitunter zu lange, der Einfluss des Fachbereichs für meinen Geschmack zu groß. Man möchte Ihnen zurufen: Lasst doch mal los! Geht aber aus verschiedensten Gründen (noch) nicht. Jedenfalls konnte ich 2019 einen sehr bedeutenden Autozulieferer, einen Hartmetallverarbeiter, einen Film- und Musikrechtevertrieb und ein Nachmarkt-Projekt für einen Lkw-Ausrüster als Neukunden resp. -aufträge verbuchen. Wobei man sagen muss, dass die Tätigkeit sich längst entwickelt hat. Die Aufgaben umfassen weit mehr als nur Text, in der Regel ist ein ganzes Projekt zu organisieren. Die Prognose für 2020 fällt daher ebenfalls zuversichtlich aus.

Goldener Fox Award für ERGOimpulse

Die ERGOimpulse wurden zum zweiten Mal hintereinander mit einem goldenen Fox Awards 2019 ausgezeichnet. Seit drei Jahren betreue ich das Projekt für JI The Home of Content, seitdem sind wir ein schönes Stück vorangekommen. Technik, Reichweite, Ranking – das Onlinemagazin für ERGO Kunden, solche, die es werden wollen oder können und – ganz wichtig – die Vertriebspartner hat sich gut entwickelt.

Die Fortschritte und die Anstrengungen sieht man nach außen hin oft nicht so. Wenn die Arbeit über eine Auszeichnung honoriert wird, freut mich das und führt zu einem stillen Moment der Würdigung. Diese innere Pause erklärt sich, weil es Innehalten sonst in dem Projekt nicht gibt: Wir produzieren ca. 100 Beiträge jährlich, da ist das Tempo flott, die Produktion fließt kontinuierlich.

Neu in diesem Jahr war ein optischer Lift, die ERGO hat sich ein neues CD gegeben, das sich auch für die ERGOimpulse ausgezahlt hat. Die Beiträge können durch die Farben in Font noch etwas gefälliger und wirkungsvoller gestaltet werden.

Auch im vergangenen Jahr gewannen die ERGOimpulse einen Fox Award. Hinter dem Link finden Sie auch noch ein paar ergänzende Informationen zu den Award-Kriterien und zum Impulse-Konzept.

Der Hack

Im April wurde diese Seite gehackt. Tatsächlich. Ich war selbst überrascht, darf ich Ihnen versichern. Ich war mitten in einem Beitrag für den Blog, wollte nur noch veröffentlichen klicken, als ich wie von Geisterhand auf irgendeine Nonsense-Seite geleitet wurde und nicht wieder ins Backend konnte. Ursache war ein Plug-in, das nicht mehr aktualisiert wird, wie wir später feststellten, mit Schadcode, der die Seite an diverse Phishing-Seiten weiterleitete. Ich war ausgesperrt, konnte mich nicht mehr einloggen, und das ausgerechnet, als ich im Zweitbüro in Palma weilte.

Abgesehen von den Kosten stellt sich mir die Frage: Wem nützt es? Bekanntlich lässt sich mit dieser Frage den meisten Rätseln auf die Spur kommen, doch in diesem Fall leider nicht. So blieb nur ein kurzes, aber herzhaftes Wtf! Der Blogbetrieb war kurz unterbrochen, konnte aber bald darauf weitergehen. Die Lehre (und damit zugleich mein Ratschlag) müsste wohl sein, dass man regelmäßig prüft, ob mit den Plug-Ins noch alles in Ordnung ist. Und falls nicht, sofort reagieren. Plug-In austauschen, Passwörter wechseln. WordPress ist toll, flexibel und vielseitig, aber die externen Lösungen sind offenkundig eine Schwachstelle.

Rückblick 2019: Das Blog

Seit die DSGVO in Kraft trat, ist die Kommentartätigkeit praktisch zum Erliegen gekommen. Dieser Trend aus dem letzten Jahr hat sich eindrucksvoll bestätigt. Zu viele Klicks, der User empfindet sowas als lästig. Auch so kann man die Kontrolle über ungefilterte Debatten abseits offizieller Medien zurückgewinnen. Nochmals meinen warmen Dank nach Brüssel und Berlin. Ich kann die nächste Eskalationsstufe mit neuen Gesetzen gegen Hass und Hetze kaum erwarten, die zweifellos zu weiteren Einschränkungen führen werden.

Blogs waren mal dialogisch gedacht, als Wechselspiel von Prediger und Gemeinde, um ein Bild aus dem Gospel zu leihen. Nun wird der Dialog mehr und mehr zum Monolog. Halten wir fest: Der Deutsche ist kein Freund der Freiheit. Ich schon. Und so schreibe ich vor mich hin, als Kompass dienen mir einzig die Zahlen aus Analytics.

Jetzt sperre ich hier für ein paar Tage zu. Wahrscheinlich kommt erst im neuen Jahr neuer Stoff. Bis dahin. Fröhliche Weihnachten und rutschen Sie gut rüber!

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