Erfolg für better media: Der Blog belegte kürzlich Platz 71 in der Bloggerei. Wie es dazu kam und was sich daraus fürs Bloggen lernen lässt.

Oben zwischen den Großen: Der Nischenblog zur Sprachentwicklung in Medien (Bildschirmfoto)

Letzte Woche kam es zu einem kurzen Höhepunkt in meiner Bloggerkarriere. Ich belegte mit über 1.000 Besuchern an einem Tag einen Platz unter den ersten Hundert in der Bloggerei, einem der großen deutschen Blogverzeichnisse mit insgesamt über 7.000 eingetragenen Blogs. (Zugegeben, hinten gibt es auch Karteileichen.) Ich erreichte Platz 71, um genau zu sein.

Wie kam es dazu?

Wieder einmal muss ich sagen: Trump sei Dank. Dies ist kein Fanboy-Bekenntnis wie das Özils zu Erdogan. Stattdessen reflektiert der Kurzsatz die Tatsache, dass Trump wie seit Langem niemand die Medien bespielt und provoziert. In dem Zusammenhang fällt oft der Begriff Potus, der anscheinend immer noch weitgehend unbekannt ist.  Vor Jahren, noch zu Barack-Obama-Zeiten, stieß ich in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung auf ihn und schrieb dazu einen Artikel hier im Blog, um die Bedeutung dieses englischen Akronyms zu erklären, das zunehmend häufiger in deutschen Medien verwendet wurde. Lange war das Stück ein Schläfer, doch dann kam Trump, und mit ihm schnellte die Lesehäufigkeit stark (und nicht etwa massiv) in die Höhe. Bis es neulich zu diesem Spitzenaussschlag kam.

Was lässt sich daraus für das Bloggen lernen?

  1. Die gute alte Börsenregel „The trend is your friend“ hat sich wieder einmal bewahrheitet. Schreib über Angesagtes und du wirst belohnt werden. Bedeutet umgekehrt: Du kannst der beste Medienmacher sein, es gibt Zeitgeist-Bewegungen, die stärker sind als du. Wenn der Trend gegen dich ist, hast du keine Chance, du wirst verlieren. Dies auch als Trost für alle Print-Chefredakteure von Spiegel bis Sportbild, die ja diese Woche verheerende Auflagenverluste im Zehn-Jahres-Vergleich hinnehmen mussten. Okay, das ist der langfristige Trend, aber für die meisten Blätter gilt: The trend is not your friend.
  2. Sei geduldig, vor allem wenn du wie ich nicht über Angesagtes schreibst, sondern in der Nische vor dich hin produzierst. Wenn dann eines Tages der Schatten des Trends auf dich fällt, stehst du auf einmal im Rampenlicht. (Dies bitte nacheinander vorstellen, sonst haben wir ein physikalisches und metaphorisches Problem.)
  3. Positioniere dich klar. Dass mein Beitrag über den Potus so gut geklickt wurde, war nur möglich, weil ich mit ihm auf Nr. 1 ranke. Ein gutes Ergebnis in der organischen Suche setzt zwingend voraus,  Google eindeutig klarzumachen, wofür dein Blog steht.

Immer schön optimieren . . . Potus und Flotus belegen Nr. 1 (Bildschirmfoto)

Den Blog betreibe ich seit Dezember 2010, dies war der 440. Beitrag. Hier geht es zum ersten Beitrag, hier zum Jubiläumseintrag aus Anlass des 400.

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