In den letzten Wochen taucht vermehrt ein neuer Anglizismus in den Medien auf – das Fracking. Was ist das genau?

Gerade heute bin ich auf Spiegel Online wieder drüber gestolpert, wo es sogar zu den Topthemen gehört – s. die rote Leiste in der Bildmitte.

Höchste Zeit, kurz festzuhalten, was es damit auf sich hat. Zumal das Thema eine gewisse Brisanz hat, die Fracking bereits auf die Nominierungsliste für den Anglizismus des Jahres gebracht hat.

Fracking ist eine chemische Fördermethode, mit der man bislang unerschlossene Erdgasvorkommen nutzbar machen kann. Allerdings ist der Vorgang ziemlich gefährlich, denn ein Gemisch aus Wasser, Sand und verschiedenen Chemikalien muss das Gestein lockern, um den Weg zum Bohrloch freizumachen. Kritiker befürchten, die Chemikalien könnten das Trinkwasser vergiften. Zweitens könnte die Erde an der Oberfläche ins Rutschen kommen, weil die Gesteinstrümmer in der Tiefe nicht mehr tragfähig sind.

Tatsächlich ist in den USA, wo bereits 24 Prozent des Gases mit Fracking gefördert wird,  das Trinkwasser mancherorts so stark mit Chemikalien durchsetzt, dass es brennt (Bild). Andererseits ist das Verfahren sehr teuer, die Vorkommen vielerorts unergiebiger als ursprünglich angenommen. Womöglich wird es also hierzulande nicht eingesetzt.

Das gilt auch für das Wort selbst: Es ist ein technischer Spezialbegriff, der anders als z.B. googeln oder sharen keinen Einzug in die Umgangssprache halten wird. Die Wahl zum Anglizismus des Jahres wäre eine Überraschung.

Mehr interessante Anglizismen.

2 Responses to Brennendes Wasser? Fracking!
  1. […] für eine urbane Jugendkultur, die sich für eine Art kulturelle Avantgarde hält. Dritter wurde Fracking, eine Bezeichnung für ein ein ziemlich ruppiges Verfahren zur Gas- und Ölgewinnung; ich hatte […]

  2. […] Fracking war das letzte Wort, das sich etabliert hat, aber keine rekordträchtige Welle gemacht hat. […]


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