Es gibt alles, nur wo? In der Unübersichtlichkeit der Netzes brauchen wir kompetente Nutzer, die Informationen finden, bewerten und zusammenstellen – Plädoyer für den Kurator.

Jeden Tag sind die Mail-Konten mit Pressemitteilungen und Newslettern voll. Mit dem Lesen komme ich kaum nach, oft bleibt es beim Überfliegen. Dann die Recherche: Sie sind sicher, etwas gelesen zu haben, können sich aber nicht mehr genau erinnern, wo, wie und was. Kennen Sie auch dieses lähmende Gefühl aus Enttäuschung und Frust,  auf dem eigenen Rechner nach diversen Stichworten gesucht und sich durch diverse Ordner geklickt zu haben, ohne am Ende zu finden, was Sie suchten?

Zeitfresser Recherche

Doch selbst wenn Sie die Fundstelle lokalisiert haben: Etwas fehlt noch. Sie klicken den Link „Mehr Info“ und kommen immer noch nicht zu dem, was Sie brauchen. Vielleicht ist der Link tot, vielleicht ist die Information Schrott, oder sie geht in die falsche Richtung. Sie googeln, klicken hier, lesen da – und wieder ist eine Viertelstunde verflogen, ohne dass Sie zu einem befriedigenden Ergebnis gekommen sind. So kann man auch seine Zeit verplempern.

Orientierung im Unübersichtlichen

Deshalb möchte ich an dieser Stelle eine Lanze für den Kurator brechen. Ich möchte meine Haltung gegenüber meinem ersten Beitrag revidieren, indem ich sie erweitere. Nach wie vor finde ich die Bezeichnung irreführend und hochtrabend, die Funktion in der gewaltigen Informationsunübersichtlichkeit im Internet aber immer wichtiger. Es gibt so gut wie alles, aber man muss wissen, wo. Wir brauchen jemanden, der Informationen auf ihren Wert prüft, empfiehlt und zusammenstellt – den Kurator. Sehr verdient macht sich beispielsweise Sandra Schwarz, die in ihrem Blog Kommunikations-ABC regelmäßig freitags einen Überblick über gute Blogartikel aus Medien und PR gibt. (Nachtrag 2016: Leider nur bis Ende 2014)

Was mir damals an der Bezeichnung nicht gefiel, lesen Sie hier.

2 Responses to Neues vom Kurator
  1. […] ermöglicht. Ich erinnere mich noch gut, wie Storify 2011 erstmals auftauchte. Damit erhält das Kuratieren eine neue Form, weil Quellen aus Twitter, Facebook und andere sozialen Netzen benutzt werden […]

  2. […] bin ein großer Freund des Kuratierens geworden. Denn warum immer selbst schreiben, wenn andere sich darum bereits verdient gemacht haben? […]


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