(13.6.2012) Man darf noch Farbe bekennen und ohne schlechtes Gewissen schwarzfahren sagen. Das ist das Ergebnis einer sprachwissenschaftlichen Untersuchung im Auftrag der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG).

Anlass war eine Anfrage der Linken-Fraktion im Stadtrat, ob der Begriff rassistisch besetzt sei. Man sagt ja zum Beispiel seit längerem nicht mehr Negerkuss, und auch nicht Mohrenkopf; heute steht Schokokuss auf den Kartons mit den braunen Süßigkeiten.

Wie die Untersuchung der Linguisten ergab, stammt schwarz vom althochdeutschen swartz – und das bedeutet dunkel oder schmutzig. Afrika und seine Bewohner stehen damit in keinem Zusammenhang.

Ich bin erleichtert; nicht auszudenken, was für ein Monstrum im anderen Fall  entstanden wäre: Eindeutig hätte es sein sollen, abschreckend, aber nicht diskrimierend.

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