Amy Winehouse

Sängerin Winehouse: „Harsche Realität“

(11.6.2011, Nachtrag, 23.7.11) Neulich schlug in einer Meldung in der Leute-Spalte hart die Realität zu.

Die Sängerin Amy Winehouse war auf Entzug in einer Londoner Klinik, hieß es darin, die Ärzte hätten Tacheles mit ihr geredet. Wenn Sie nicht dem Suff aufhöre, spiele sie mit ihrem Leben. Dann wird nach der englischen Tageszeitung Sun eine ungenannte Quelle zitiert: „Das ist die harsche Realität.“

Ich dachte es mir schon: In der Originalmeldung (s. Foto) stand harsh reality, der Nachrichten-Redakteur übersetzte wörtlich, und dutzende deutsche Zeitungen und Online-Dienste haben es so gebracht.

Das passiert schnell, ist aber selten optimal – vgl. auch diese Blog-Einträge. Vor allem geht es so sehr an der rauen Wirklichkeit vorbei, die hier in sinngemäßer Übertragung passender gewesen wäre. Oder, in diesem speziellen Zusammenhang, die bittere Wahrheit. Denn dahinter steht: „Das musste sie mal hören.“

Nachtrag: Die bittere Wahrheit – Amy Winehouse ist heute gestorben.

One Response to Raue Wirklichkeit: „Harsche Realität“
  1. […] verwendeten falschen Freunde, etwa wenn Act als Akt, notorious als notorisch, night als Nacht, harsh als harsch oder mean als meinen interpretiert […]


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