(17.12.2010) Der Spiegel hat mal wieder seine Sprachmacht demonstriert: Wutbürger, eine Erfindung des Spiegel-Reporters Dirk Kurbjuweit, hat den Nerv der Zeit am besten getroffen und wurde jetzt von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Wort des Jahres 2010 gewählt.

Das Wort beschreibt die bürgerliche Mitte, die sauer wird, weil sie das Gefühl hat, dass in politischen Fragen über ihren Kopf hinweg entschieden wird. Der Begriff Stuttgart 21 als Ort, an dem der Wutbürger allgemein sichtbar wurde, kam auf Platz 2. Der dritte Platz fiel auf das Sarrazin-Gen, mit dem in der Debatte um  das Buch „Deutschland schafft sich ab“ des ehemaligen Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin die Frage gemeint war, ob das Verhalten bestimmter gesellschaftlicher Gruppen genetisch geprägt ist.

Die ganze Meldung und die Liste der nominierten Begriffe der Gesellschaft für deutsche Sprache finden Sie hier, die Wikipedia berichtet hier ausführlich über Entstehung und Verwendung des Begriffes.

Der Wahl lagen 2000 Vorschläge zugrunde, 2009 gewann die Abwrackprämie.

3 Responses to Wutbürger: Wort des Jahres 2010
  1. […] Vorjahr gewann der Wutbürger. Hier finden Sie die Pressemeldung der GfdS im Wortlaut. Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, […]

  2. […] Jahr: Stresstest, davor Wutbürger. Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Nachrichten, Trends abgelegt und mit 2012, Alliteration, […]

  3. […] Lichtgrenze (2014) anyone? Oder Rettungsroutine (2012)? Vergessen. Dagegen waren der Wutbürger (2010) oder der Stresstest (2011) […]


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