Stil

23Mrz 2017

Von violetten Duftnoten und dem Denken beim Schreiben und Lektorieren. (23.3.2017, Nachtrag 26.3.2017) Lesen bildet, heißt es. Dem würde ich nicht widersprechen. Doch zuviel Lesen bekommt auch nicht immer, denn offenbar schläfert es ein und fördert die geistige Trägheit. Klingt hart, weiß ich, aber hier kommt der Fall, bitte anhören. Ich lese gerade eine Neuerscheinung aus dem Verlag Nagel & Kimche, […]

16Mrz 2017

In eng getakteten Online-Redaktionen muss oft eine unklare Nachrichtenlage überbrückt werden. Das hat Konsequenzen fürs Zeilenmachen. Doch statt sperriger Füller wie „offenbar“ oder „vermutlich“ gibt es eine elegante Lösung: Die Frage. Vier aktuelle Beispiele. Das Nachrichtengeschäft  ist online enorm schnell geworden. Häufig lässt sich das Ergebnis der Ereignisse nicht abwarten, vorab muss über den Stand der Geschehnisse berichtet […]

09Mrz 2017

Sport trifft Arbeitsrecht trifft Medien: Warum man sich trennt, wenn jemand entlassen wird. Am Wochenende kam es in Fußballbundesliga zu einem Trainerwechsel: Roger Schmidt musste in Leverkusen gehen. Ein Routinevorgang, traurig zwar, aber an der Tagesordnung, wenn es nicht läuft. Und das tut es derzeit nicht. Aufgreifen möchte ich die Berichterstattung. Vorbildlich war zur Abwechslung am […]

02Mrz 2017

Anglizismen sind beim Texten nahezu unvermeidlich. Doch Screenshot und Update sind zwei Beispiele aus sechs Jahren bloggen dafür, sich permanent selbst zu überprüfen, denn eine deutsche Variante ist häufig ebenso brauchbar.  Für den Fall, dass Sie nicht von Anfang an dabei waren: Diesen Blog gibt es schon seit 2010. Zunächst hatten die Artikel stärker tagebuchartigen Charakter, waren persönlicher, schärfer im […]

10Feb 2017

Warum Stühle, Bücher oder Besen kippen können (und Schnäpse gekippt werden), aber keine Gesetze. Diesen Beitrag hätte ich schon vor fünf Jahren schreiben können. Das wollte ich auch, doch andere Themen waren jeweils dringlicher. Doch jetzt ist es soweit. Und Achtung, das folgende Beispiel ist beliebig, der allgegenwärtige amerikanische Präsident ist NICHT das Thema, sondern […]

02Feb 2017

Der Kommunikationsexperte Murtaza Akbar hat kürzlich untersucht, wieviele Anglizismen DAX-Unternehmen verwenden. Im Interview spricht er über die Konsequenzen dieser Entwicklung, warum die wenigsten Unternehmen authentisch kommunizieren und warum Hochdeutsch fast immer die beste Lösung ist. (Lesedauer ca. 5:30 Min.) Vielleicht haben Sie vorletzte Woche auch von dieser Untersuchung gehört oder gelesen? (Z.B. im Münchner Merkur oder in […]

30Jan 2017

Einmal ist kein mal? Doppelt genäht hält besser? Bei der Zeit folgen zwei Präpositionen direkt aufeinander, und das gleich zweimal hintereinander. Ich versuche nach Kräften, im Blog nicht zu Bastian Sickesk zu erscheinen. Doch manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass es abseits von Trends und Entwicklungen um eine schlichte Stilfrage geht. Zum Beispiel hier, bei diesem Fundstück […]

13Jan 2017

Uwe Kopf ist tot. Sie fragen, wer das war? Ich kannte ihn auch nicht persönlich, aber er hat mich ein paar Jahre lang begleitet, damals Ende der Achtziger, als er Textchef und Kolumnist bei Tempo war, während ich noch gar nicht schrieb, sondern nur las. Seine Geschichten waren Höhepunkte der Lektüre, besonders die Miniaturen: die Plattenbesprechungen […]

29Dez 2016

2016 verarmte die Sprache in den Redaktionen weiter. Die Standardreaktion auf schlechte Nachrichten waren Empörung und Entsetzen. Dabei bieten sich zahlreiche Alternativen an. (29.12.2016, Nachtrag 17.01.2017) Wenn ich die Nachrichtenportale in diesem Jahr besucht habe, herrschten zwei emotionale Reaktionen vor: Entweder empörte man sich, oder man sprach von Entsetzen. Selbst einfachste PR-Geschichten konnten diese starke emotionale Reaktion hervorrufen. […]

09Dez 2016

Im medialen Sprachgebrauch erobert der Geflüchtete zunehmend seinen Platz neben dem Flüchtling. Fundstellen, Gründe und Alternativen. (9.12.2016) Zum Jahresende hin habe ich mal wieder den Seismographien angeworfen, um einen Trend zu überprüfen. Ergebnis: Der Geflüchtete setzt sich medial langsam neben dem Flüchtling durch – womit ein neues Wort den deutschen Sprachraum erobert hätte. Hier drei aktuelle Anzeichen: […]