Schilder & Plakate

01Aug 2017

Wie behandelt man englische Verben im Deutschen? Hängt man ein -t oder -ed an? Eine Handreichung in zwei Schritten. Bei der Eindeutschung englischer Verben geht es fröhlich durcheinander. Talkt, talked, gestylt, gestyled, gerappt, gerapped, performt, performed – all diese Formen finden sich. Ich habe Grund zu der Annahme, dass sie oft nach gusto verwendet werden […]

22Jul 2017

Kurz spontan außerhalb der großen Beiträge reingeschossen: Weißfleischige Plattpfirsiche verheißt diese Woche ein Schild in der Obst- und Gemüseabteilung meines Lidls, das ich vorhin beim Einkaufen sah. Klingt das nicht herrlich vollmundig? Beinahe hätte ich eine Packung gekauft, weil es so verlockend klang. Und dabei mache ich mir nicht mal viel aus Pfirsichen. Läuft Ihnen […]

17Jun 2017

500.000+ Facebook-Abonnenten schaffen Relevanz und Realität. Wie das Jugendwort Vong in der Vodafone-Werbung dennoch schiefging – und was man als Texter daraus lernt. Neulich in der Stadt sah ich aus dem Augenwinkel ein Vodafone-Plakat. Es enthielt ein seltsames, mir unbekanntes Wort: Vong. Da stand: DER MONENT WENN DEIN DATEMVOLUMEN VONG VORMONAT HER NOCH DA IST. (Man […]

25Jan 2017

Eine weitere kuriose Kampagne auf Denglisch – bemerkenswert konsequent und mutig, aber auch mit dem Risiko des Informationsverlustes. (25.1.2017) Es muss an der Branche liegen. Letzte Woche erst habe ich über die E-Zigarette namens Be posh berichtet. Jetzt hängt genau an der Stelle, an der man mich davon überzeugen wollte, vornehm zu sein, ein neues Plakat, […]

19Jan 2017

Be Posh heißt eine E-Zigarette. Kühn oder riskant? Wie verfängt ein schwer verständlicher Produktname bei Verbrauchern? (19.1.2017) Erinnern Sie sich an Posh Spice? So nannte sich Victoria Beckham während ihrer Karriere als Sängerin der Spice Girls in den Neunzigern. Schon damals lag es nicht auf der Hand, wofür posh stand, aber man wusste, wer gemeint […]

23Dez 2016

Wortspiele gelten unter Kunden und Kreativen als Ausweis von Geist und Witz. Doch nicht alle sind alltagstauglich, erst recht nicht dauerhaft. Andere wiederum sind kurzweilig und konzeptdienlich. Zwei Beispiele aus dem Einzelhandel. (23.12.2016) Zum Jahresende und nach den schweren Themen der letzten Einträge heute etwas Leichtes, Unterhaltendes; Neues aus dem Einzelhandel. Hier verfolge ich gelegentlich, welche Namen […]

23Nov 2015

Nicht-Beachtung: Wer dieses Wort benutzt und sogar drucken lässt, verarmt das Vokabular und sollte missachtet werden. Getan wird es trotzdem – wie das Beispiel eines Schildes in München zeigt. (23.11.2015) Gymnasien verleihen günstigenfalls die allgemeine Hochschulreife, und gerade die bayerischen gelten als anspruchsvoll. Welch Überraschung daher, als ich das Schild (s. Foto) kürzlich am Münchner Luisengymnasium las. Es mag […]

21Nov 2013

Der Slogan der aktuellen Heilsarmee-Kampagne versinnbildlicht einen Wechsel der Erzählperspektive – von der Absenderorientierung zum schulterschließenden Wir-Gefühl. (21.11.2013) Derzeit wirbt die Heilsarmee auf Plakaten um Spenden. Das ist ein ehrenvolles, unterstützenswertes Anliegen, und ich bitte, den folgenden Beitrag nicht als Kritik am Zweck der Kampagne zu verstehen. Ich möchte nämlich darüber sprechen, wie das Verb […]

06Okt 2013

Überlegungen zu Namens-Funden im Hamburger Einzelhandel.   Bei einem Besuch in Hamburg bemerkte ich kürzlich im Vorbeigehen einige  überraschende Geschäftsnamen. Blumenmehr etwa nannte sich ein Blumengeschäft. Das Wortspiel en vogue sind, zeigt sich jetzt auch in diesem Genre. Wenn es allerdings nur darin besteht, einen einzigen Buchstaben auszutauschen, sieht es eher wie ein Schreibfehler aus. Zumal […]

24Aug 2013

Wortspiele müssen nicht immer plump oder gespreizt sein. Sie können auch Sinn und Funktion haben. Das zeigt das Beispiel einer Bäckerei und Konditorei mit dem geschickt gewählten Namen Tanjas Plätzchen. (24.8.2013) Ein Café in der Nähe meines Büros trägt einen Namen mit Wortspiel, dessen Doppeldeutigkeit nicht plump, sondern dezent ist – und damit gelungen. Vielleicht […]