Der Verein deutsche Sprache bietet einen nützlichen Helfer: Den Anglizismenindex.

Nach einer vorösterlichen Pause geht’s hier weiter, heute mit einem kurzen Hinweis auf eine praktische Arbeitshilfe. In letzter Zeit habe ich viel über Anglizismen geschrieben. Mich selbst stört daran, dass es jeweils nur einzelfallweise geschehen kann, meist nur über einen, manchmal zwei oder drei Anglizismen pro Artikel. Das war unsystematisch und zufallsgetrieben. Daher habe ich mich umgeschaut und bin fündig geworden. Der Verein deutsche Sprache hat in kleinteiliger Arbeit einen Anglizismenindex entwickelt, den ich als gedankliche Grundlage empfehlen würde. Was meine ich damit? Nicht alle Vorschläge darin werden sich eignen oder perfekt passen. Wie immer empfehle ich, selbst nachzudenken, was die beste Lösung für den Text ist, den Sie bearbeiten müssen oder wollen.

Hilfe zur Selbsthilfe
Für alle, die sich nicht ganz sicher sind, ist das Gute an diesem Index, dass sie mit diesem Instrument selbstkritisch einen Text daraufhin überprüfen können, ob er noch entschlackt werden kann oder sich schon flüssig liest. Ich sage noch einmal: Ich bin nicht generell gegen Anglizismen, vor allem dann, wenn sie etwas bezeichnen, für das es kein deutsches Wort gibt. (Auch das kennzeichnet der Index übrigens.) Ich meine aber, dass längst nicht alles nötig ist, was in Medienkreisen so an Anglizismen in Texte eingestreut wird; und weiter noch ist meine Erfahrung, dass die Verständlichkeit eines Textes häufig steigt, wenn man auf den einen oder anderen Anglizismus verzichtet. Sei es, dass der Leser oder User das Wort gar nicht kennt, sei es, dass die Gesamtanmutung des Textes angenehmer wird.

Viel Freude mit dem Instrument. Rückmeldungen über die Erfahrungen in der Praxis nehme ich unter  mail@better-media.de gern entgegen, sicher aber auch die Redaktion selbst. (In der Spalte links auf der verlinkten Seite ist ein Kontakt genannt.)

Hier geht’s zum letzten Beitrag über Anglizismen, der sich mit dem Screenshot und dem Update beschäftigte.

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